10 Jahre erfolgreiche Arbeit in der Frühförderung musikalisch Hochbegabter Kinder - ein Grund zum Feiern und willkommener Anlass, für alle Beteiligten einen besonderen Tag zu veranstalten:
Am Sonntag, den 18. April 2010 findet von 11:00 bis 16:00 Uhr der 2. niedersachsenweite "VIFF regional Tag" in der Landesmusikakademie Wolfenbüttel statt.
Eingeladen sind alle frühstudierenden Kinder der Vorklasse (VIFF) am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, sowie alle Kinder, die im Projekt VIFF regional an vier ausgewählten Musikschulen in Niedersachsen betreut und ausgebildet werden. Bereits zum zweiten Mal sollen die hochbegabten Kinder, deren Eltern und Dozenten die Möglichkeit der Begegnung und gemeinsamen Erlebnisses erhalten.
Die vier Partnermusikschulen im Projekt VIFF regional in Braunschweig, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück können ihre individuellen Förderkonzepte vorstellen, ihre Erfahrungen weitergeben und ihre jungen Künstler mit eigenen Darbietungen präsentieren.
Für die Kinder stehen besondere interaktive Workshops in Komposition, Rhythmik und Singen/Sprechen auf dem Programm. Die Eltern, Lehrer, Dozenten und interessierte Personen erhalten parallel Gelegenheit zum Kennenlernen, Austausch, für Beratung und Diskussion. An der Gesprächsrunde werden auch Hans Walter, Musikreferent des Niedersächsischen Kultusministeriums und Klaus Bredl, Geschäftsführer des Landesverbandes niedersächsischer Musikschulen, teilnehmen. Zum Abschluss des Tages werden in einer Schlussveranstaltung u.a. die Ergebnisse der Workshops im Plenum vorgestellt.
Prof. Bernd Goetzke, Leiter des Institutes für Frühförderung musikalisch hochbegater Kinder an der Hochschule für Musik und Theater Hannover schreibt zur Entwicklung des IFF:
"Immer wieder erscheint die Pyramide als Sinnbild: Sowohl in der Ausbildung — die Kombination bestimmter Fächer in Verbindung mit besonderer Qualität und Intensität sorgt für ein Fundament, das die weitere Entwicklung „trägt“ — als auch in der Organisationsstruktur. Von Anfang an war es klar, dass das IFF einen Unterbau brauchen würde, eine Vorklasse, denn ganz entscheidende Entwicklun-gen finden bei Musikern nun einmal im Kindesalter, also im Vor-IFF-Alter, statt. Seit 2004 gibt es das VIFF, in dem Kinder zwischen 7 und 12 Jahren ausgebildet werden, wobei der Unterrichtsaufbau jenem im IFF ähnlich ist. Da war nun also schon ein „roter Faden“, aber noch keine Pyramide. Dazu bedürfte es noch des GrIFF, eines „Grund-IFF“, das bis zum Kindergartenalter herunterreicht, und das ist z.Zt. noch Zukunftsmusik. Aber der Pyramide ist das System 2007 doch einen großen Schritt näher gekommen: Das Fundament wurde deutlich verbreitert durch das Projekt VIFF regional, den Beginn einer Zusammenarbeit mit den Musikschulen Braunschweig, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück, und damit auch mit dem VdM, dem Verband der Musikschulen. Hier sind neben den 40 VIFF-Kindern weitere 40 Schülerinnen und Schüler „im Blick“, die nun — ohne nach Hannover reisen zu müssen — eine am VIFF orientierte Ausbildung erhalten. Das Jahrestreffen, 2010 erstmalig in der neuen Landesmusikakademie Wolfenbüttel, dient dem Austausch sowohl der Schüler als auch der Lehrkräfte."

